Mittwoch, 25. Juli 2007

Ratschläge bei Zeckenbiss

Sydsvenskan, 24.7.2007: Vårdcentraler ger varierande råd
Trots de ökade riskerna för borrelia ger de skånska vårdcentralerna olika råd.

Nach der eigenen seltsamen Erfahrung vom 5.7.2007 wie man hier so mit einem Zeckenbiss behandelt wird, passte der o.a. Artikel wie die Faust aufs Auge.

In der Online Ausgabe des Sydsvenskan werden die sehr unterschiedlichen Ratschläge bei Zeckenbissen beschrieben. Dazu wurden insgesamt 14 Vårdcentralen sowie eine Klinik angerufen und die Beschreibung eines Zeckenbiss geschildert. Der fiktive Biss hatte einen roten Ring, etwa von der Grösse eines 5-Kronen-Stücks.

Vier der getesteten Vårdcentralen empfahlen die Behandlung mit Aluminiumacetotartrat, welches in der Apotheke erhältlich ist. Ich bin nicht in der Lage diesen Rat zu beurteilen, zumal sich bei einer schnellen Suche im Netz nur Aluminiumdiacetat finden lässt. Vermutlich ist damit eine äussere Behandlung gemeint und bei einer tatsächlich erfolgten Infektion wohl wenig hilfreich. 8 Vårdcentralen baten zu einer Konsultation mit einer Krankenschwester, welche dann über das weitere Vorgehen entscheidet. Immerhin zwei Vårdcentralen organisierten immerhin noch am selben Tag einen Arzttermin. Capiocitykliniken verwiesen zur weiteren Beratung und Behandlung an die Apotheke.

Das ganze scheint wohl weniger ein Ärztemangel sondern ein generelles (mangelndes Wissen?) Problem zu sein. Auch wenn bis zu einer Borrellieninfektion einige Faktoren braucht (Die Zecke muss überhaupt infiziert sein; Die Bakterien brauchen ein paar Stunden bis sie aus der Zecke in den Menschen wandern, die Infektion muss anschlagen), weckt das nicht gerade Vertrauen. Wird in Deutschland ähnlich lasch damit umgegangen?



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