Freitag, 31. August 2007
Wartezeiten beim Arzt
Der Sydsvenskan schreibt am 30. August über einen Patienten der nach einem kleineren Schlaganfall per Röntgen untersucht werden sollte. Die Untersuchung sollte innerhalb von 2 Wochen erfolgen. Das für die Untersuchung zuständige Universitätskrankenhaus in Lund teilte dem Patienten jedoch mit, dass die Wartezeiten für solche Untersuchungen 6-8 Monate betrage.
Besagter Patient wandte sich an den Sydsvenskan, es gab ein Treffen zwischen dem Krankenhauschef und dem Oberarzt. Grund für die lange Wartezeit ist der starke Mangel an ausgebildeten Fachkräften. Da man niemanden vorziehen will wird sich an der Wartezeit im konkreten Fall auch nichts ändern. In Kopenhagen würde die Wartezeit 4 Wochen betragen, die Kosten will das Krankenhaus jedoch nicht übernehmen. Geplante Untersuchungen im Ausland kommt von der Försäkringskassen (die allgemeine Krankenkasse) generell nicht in Frage. Dem Patient steht es jedoch frei auf eigene Kosten nach Kopenhagen zu fahren und sich dort untersuchen zu lassen.
Im hiesigen Gesundheitssystem gib es eine Vårdgaranti (Behandlungsgarantie), die eben besagt, dass eine Behandlung so schnell wie möglich gegeben soll. Das ganze scheint jedoch ziemlich nutzlos, da in dieser Garantie Diagnosen nicht mit inbegriffen sind und zu solchen Fällen führen kann.
Aus Sicht des Krankenhauses ist die Haltung ja verständlich, die wenigen Ressourcen die man hat sollte man eben gerecht verteilen. Aber wann und wo ist hier was schief gelaufen, dass sich so ein Zustand entwickelt hat? Die Wartezeiten für Röntgenuntersuchungen sind in ganz Schweden übrigens ähnlich lang.
Strokepatient får vänta på röntgen - Lund - Sydsvenskan - 2007-08-30Zur Tastatur gebracht um 06:09
Pfad: /schwedisches | 0 Kommentare - einen schreiben | link |